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Fast wie ein nach Hause kommen


Mirjana kehrt nach zwei Jahrzehnten auf die Bühne zurück – sie tanzt aus Freude und verzaubert mit Seelengeflüster Von Dennis Ebbecke - Foto: Marina Janine Quinn

„Nach so vielen Jahren wieder ins Studio zu gehen und neue Musik aufzunehmen, hat mir gezeigt, wie tief die Musik noch immer in mir verankert ist.“

 

„Ich glaube, man spürt, dass ich heute mit einer anderen Lebenserfahrung singe als noch vor vielen Jahren.“


Einst sang sie mit Schlager-Legende Karel Gott ein Duett und veröffentlichte das Album Liebe kommt, jetzt kehrt sie nach rund 20 Jahren ins Musikgeschäft zurück: Mirjana legt mit Seelengeflüster eine Single vor, die „mehr Tiefe, mehr Persönlichkeit und echte Emotionen“ transportiert. Das hat die Sängerin mit kroatischen Wurzeln gegenüber hossa! verraten. Bereits mit ihrer Comeback-Single Aus Freude tanzen präsentierte Mirjana einen Song, der ihrer Lebenseinstellung entspricht. „Gerade jetzt, in dieser Zeit auf dem Weg zurück zur Musik, empfinde ich viel Freude und Dankbarkeit – und genau dieses Gefühl möchte ich auch mit meiner Musik weitergeben“, sagt sie.

 

Liebe Mirjana, du hast vor wenigen Monaten dein Comeback gefeiert. Wie oft kannst du nicht anders, als vor – bzw. in deinem Fall aus – Freude zu tanzen?

Der Restart war für mich etwas ganz Besonderes und auch sehr emotional. Nach so vielen Jahren wieder ins Studio zu gehen und neue Musik aufzunehmen, hat mir gezeigt, wie tief die Musik noch immer in mir verankert ist. Es fühlt sich vertraut an, aber gleichzeitig auch neu und sehr spannend. Ich bin sehr dankbar für diesen neuen Abschnitt in meinem Leben.

 

Was hat für dich den Ausschlag gegeben, nach zwei Jahrzehnten auf die Bühne zurückzukehren?

Ich bin der festen Überzeugung, dass es nie zu spät ist, Dinge zu tun, die man liebt. Die Musik war immer ein Teil von mir, und jetzt fühlt es sich einfach richtig an, wieder zurückzukommen. Außerdem bin ich sehr glücklich, wieder mit meinen vertrauten Produzenten Felice Pedullá und Hubert Nietsch zu arbeiten und mit Herz7 ein tolles Label an meiner Seite zu haben, das mich sehr unterstützt. Wenn ich heute ins Studio gehe und neue Titel aufnehme, fühlt es sich ganz natürlich an – fast wie ein nach Hause kommen.

 

Deine neue Single heißt Seelengeflüster. Inwiefern steht dieser Song für deine musikalische Weiterentwicklung?

Seelengeflüster ist ein Song, mit dem ich mich vom ersten Moment an sehr verbunden gefühlt habe. Er trägt viel Gefühl in sich und spiegelt genau das wider, was ich heute ausdrücken möchte – mehr Tiefe, mehr Persönlichkeit und echte Emotionen. Ich glaube, man spürt, dass ich heute mit einer anderen Lebenserfahrung singe als noch vor vielen Jahren.


In den 2000ern hast du ein Duett mit Karel Gott gesungen, der leider nicht mehr unter uns weilt. Mit welchen Gefühlen blickst du auf diese Zeit und die „Goldene Stimme aus Prag“ zurück?

Ich erinnere mich sehr gerne an diese Zeit zurück. Es war etwas wirklich ganz Besonderes, mit ihm zu arbeiten und auch gemeinsam zu reisen. Durch unsere vielen Auftritte hatte ich die Möglichkeit, nicht nur den großen Künstler Karel Gott kennenzulernen, sondern auch den Menschen dahinter.

Was vielleicht viele nicht wissen: Er konnte sehr, sehr gut malen. Während unserer Aufnahmen im Tonstudio zu unserem Duett Mit dir ins Zauberland hat er mir ein wunderschönes Bild gemalt und signiert – eine kubanische Straßenszene mit Musikern als kleines, persönliches Andenken. Dieses Bild hat für mich einen ganz besonderen Wert. Es steht in unserem Büro. Und immer wenn ich es sehe, denke ich dabei mit einer Mischung aus Dankbarkeit, Wehmut und einem Lächeln an diese wunderbare Zeit zurück.

 

Mit welchen Schlagerstars aus der heutigen Zeit würdest du gerne ein Duett singen?

Ich bin grundsätzlich offen für ein Duett, denn Musik lebt vom gemeinsamen Moment und davon, etwas zusammen entstehen zu lassen. Für mich ist dabei weniger entscheidend, wie groß oder bekannt ein Name ist, sondern dass es menschlich und musikalisch harmoniert. Ein Duett ist immer etwas Besonderes, und ich würde mich freuen, wenn sich irgendwann die passende Gelegenheit ergibt. Ich lasse mich da ganz vom Leben und von der Musik überraschen.

 

In Seelengeflüster singst du: „Als ich dich sah, Herz in Gefahr“. Beschreibst du dein Gefühl, das du hattest, als du dem heutigen Fußballtrainer Stefan Leitl (Hertha BSC) damals begegnet bist?

(Schmunzelt) Ich glaube, jeder kennt diesen Moment, wenn man einem Menschen begegnet und sofort dieses besondere Herzklopfen spürt. Genau dieses Gefühl beschreibt auch Seelengeflüster. Es ist ein sehr ehrlicher und emotionaler Song. Ich kenne dieses Gefühl selbst sehr gut. Und genau solche Emotionen sind es, die das Leben und auch die Musik so besonders machen.

 

Wie gefällt ihm deine Musik? Schlägt auch sein Herz für den Schlager?

Er unterstützt mich sehr und freut sich mit mir über meine Rückkehr zur Musik, was mir unglaublich viel bedeutet. Und ich glaube, man kann sagen, dass der Schlager inzwischen auch einen festen Platz in seinem Herzen gefunden hat (lacht).

 

Wie denkst du über den Begriff „Spielerfrau“? Ist dieser nicht längst aus der Zeit gefallen?

Ich finde, dieser Begriff ist oft sehr klischeebehaftet und wird der Persönlichkeit eines Menschen nicht gerecht. Jede Frau hat ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Träume und ihren eigenen Weg – unabhängig davon, an wessen Seite sie steht. Die Musik war immer ein Teil von mir und meiner Identität. Umso schöner ist es für mich, diesen Weg jetzt wieder bewusst zu gehen. Für mich war immer wichtig, mir selbst treu zu bleiben und das zu tun, was ich liebe und was mich erfüllt.

  

Verbringst du noch viel Zeit in deiner Heimat Kroatien und in anderen Ländern?

Ja, Kroatien ist meine Heimat und ich werde mich diesem Land immer tief verbunden fühlen. Es ist ein Ort, der mir Ruhe, Kraft und ein Gefühl von Geborgenheit gibt. Wann immer ich dort bin, fühlt es sich einfach vertraut an. Durch die Fernbeziehung mit meinem Mann unternehmen wir seit ein paar Jahren auch immer wieder kleine Reisen in verschiedene Länder – meistens in den Länderspiel-Pausen (lacht). Wahrscheinlich freue ich mich im Gegensatz zu vielen Fußballfans besonders über die fußballfreie Zeit, weil sie für uns die Möglichkeit ist, gemeinsam zu verreisen, vom Alltag abzuschalten und einfach Zeit miteinander zu genießen.

 

Welche Ziele verbindest du mit deinem Comeback?

Im Moment liegt mein Fokus darauf, neue Musik aufzunehmen und diesen kreativen Prozess bewusst zu genießen. Es fühlt sich einfach gut und richtig an, wieder im Studio zu stehen und das zu tun, was ich liebe. Dabei ist es mir wichtig, mit meiner Stimme und meiner Musik Menschen emotional zu erreichen. Natürlich gibt es auch Träume und Ideen, und ich wünsche mir sehr, meine Songs bald live auf der Bühne präsentieren zu dürfen. Ich freue mich auf alles, was vor mir liegt – und egal, wie lange es dauert: Träume haben kein Verfallsdatum.

 

instagram.com/mirjanaleitl


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